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19.06.2021

Frauenschuh zum dritten (feat. Weißes Waldvöglein)

Eigentlich war ja der Plan gewesen: Einmal noch in den Orchideenwald, und dann wieder mehr Landschaftsbilder. Aber heute habe ich festgestellt, dass die Frauenschuhblüte gerade erst richtig losgeht. Die Pflanzen schießen gerade wie Pilze aus dem Boden. Und Fuchs-Knabenkraut und Großes Zweiblatt stoßen gerade dazu. Das war heute wohl doch nicht der letzte Besucht für dieses Jahr ...

Auf dem Weg zum Frauenschuh-Spot mitgenommen: Ein Weißes Waldvöglein mit 50mm-F1.4-Vintage-Bokeh. Eigentlich hätte ich schon gerne etwas Hochwertigeres in diesem Brennweitenbereich, aber das Altglas hat auch seinen Reiz.

Weißes Waldvöglein

Und dann ein perfekt positionierter Frauenschuh. Mein bisheriges Lieblingsbild von dieser ansehnlichen Pflanze.

Frauenschuh


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19.06.2021

Die Wiese hinter der Bundesstraße

Jedes Mal, wenn ich an dieser Wiese bei Neustadt vorbeifahre, denke ich: Da muss ich endlich mal zum Fotografieren hin. Und ich fahre da oft vorbei, weil die Wiese direkt an der Bundesstraße liegt. Ist auch gar nicht weit von hier, also kann ich da noch öfter hin. Vielleicht mal bei etwas mehr Nebel und weniger Saharastaub, der das Morgenlicht dämpft. Das hier war immerhin mal ein erster Versuch.

Wiese am Schwarzenbach bei Neustadt

Wiese am Schwarzenbach bei Neustadt


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15.06.2021

Frauenschuh zum zweiten (feat. Maiglöckchen)

Nach dem Besuch vorgestern im Hüfinger Orchideenwald hat mich die Neugier nicht losgelassen, wie lange so eine Frauenschuhblüte braucht, um sich zu öffnen. Jetzt habe ich einen Anhaltspunkt: Eine Blüte, die zu erahnen, aber noch geschlossen ist, kann zwei warme Tage später schon zum Fotografieren geeignet sein. Die Pflanzen am hinteren Ende des Orchideenpfades stehen ziemlich frei auf dem Waldboden und bieten sich an für Bilder, auf denen nicht nur eine freigestellte Blüte zu sehen ist, sondern auch ein bisschen etwas von der Umgebung, was mir ja grundsätzlich lieber ist, aber leider nicht überall funktioniert, selbst mit Vollformatausrüstung.

Frauenschuh im Hüfinger Orchideenwald

Frauenschuh im Hüfinger Orchideenwald

Auf dem Rückweg habe ich dann das Telezoom durch das 33€-Normalobjektiv ersetzt, ein Revuenon 50mm F1.4. Bei Tests zu Hause in der Wohnung hatte ich den Eindruck, dass dieses bei Offenblende mangels Schärfe nicht zu gebrauchen ist. Aber bei Aufnahmen dieser Art ist die Schärfe in 100%-Ansicht nebensächlich. Fest steht: Das Objektiv ist jeden Cent wert.

Maiglöckchen

Frauenschuh im Hüfinger Orchideenwald


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13.06.2021

Sonntagsspaziergang im Orchideenwald

Irgendwie ist mir das fast zu einfach. Im Orchideenwald im Naturschutzgebiet Deggenreuschen-Rauschachen bei Hüfingen bekommt man alles auf dem Präsentierteller serviert, mit Hinweisschildern am Wegrand. Schon praktisch für einen Orchideenfotografie-Anfänger wie mich. Heute wollte ich mich nur umschauen und vor allem herausfinden, ob der Frauenschuh schon blüht. Manche der Pflanzen sind tatsächlich schon soweit, von anderen sieht man bisher nur die Blätter und noch keine Blüten. Das betrifft auch einen Standort mit perfekt frei stehenden Frauenschuhen im schattigen Wald. Ein baldiger morgendlicher Ausflug dorthin ist also unumgänglich.

Der Frauenschuh ist dafür bekannt, eine besonders fotogene Orchidee zu sein. Das kann ich bestätigen. Diese Pflanze versteht es, für den Fotografen zu posieren ‐ selbst zur Mittagszeit.

Frauenschuh im Hüfinger Orchideenwald

Frauenschuh im Hüfinger Orchideenwald

Andererseits ist mir auch die Vogelnestwurz ganz sympathisch. Die versucht gar nicht erst, besonders hübsch zu sein und irgendjemanden zu beeindrucken. Pragmatisches Understatement. Und für mich eine Einladung, sie demnächst bei geeignetem Licht noch besser in Szene zu setzen.

Vogelnestwurz


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12.06.2021

Rarität: Exklusive Zastlertal-Aussicht!

Wenn man gerade bestrebt ist, die Fotoausrüstung über den Gebrauchtmarkt zu vervollständigen, kann man sich gelegentlich darüber amüsieren, wie manche Leute versuchen, irgendwelchen alten Schrott teuer zu verkaufen, indem sie ihn als "Rarität" deklarieren. Ist mir gerade so eingefallen beim Bearbeiten der Bilder von den Aussichten über dem Zastlertal.

Denn diese sind echte Raritäten. Es gibt am Nordosthang dieses Tales mehrere unmarkierte Pfade, die auf vielen Wanderkarten gar nicht eingezeichnet sind. Dank OpenSteetMaps, wo ortskundige Wanderer den Oberen und Unteren Jägerpfad eingetragen haben, bin ich auf die Aussichtspunkte aufmerksam geworden, die an diesen selten begangenen Trampelpfaden liegen. Seit einer Wanderung letztes Jahr im September bin ich absolut fasziniert von diesem Gebiet. Noch wilder, abgelegener und alpiner bekommt man es im Südschwarzwald nirgends. Für Schwarzwaldverhältnisse rekordverdächtig sind auch die zurückzulegenden Höhenmeter vom bzw. zum nächsten Parkplatz und die Entfernung zum nächsten Halt des öffentlichen Nahverkehrs. Das alles zusammen bedeutet, dass man einen ziemlich langen und anstrengenden Weg zurücklegen muss, um dort hin- und wieder wegzukommen, wodurch Fotos zu den Tagesrandzeiten eine gewisse Herausforderung darstellen.

Ich habe mich für die Variante entschieden, das Fahrrad (Mountainbike mit Straßenausstattung und Korb für den Fotorucksack) zu nehmen und von Hinterzarten über den Hinterwaldkopf und das Roteck dieses abgelegene Gebiet anzusteuern. Der Pfad vom Roteck hinunter ins Zastlertal mag für ambitionierte Mountainbiker eine willkommene Herausforderung sein, für mich war er vor allem anstrengend, weil über weite Strecken nicht befahrbar. Dabei handelt es sich immerhin noch um einen markierten Wanderweg, so dass man von dieser Aussicht in Richtung Freiburg, die am Weg liegt, vereinzelt Bilder im Netz finden kann.

Blick Richtung Freiburg am Roteck

Von den Aussichten an den Jägerpfaden habe ich allerdings kein einziges Foto gefunden - abgesehen von meinen eigenen von der letzten Wanderung. Damit gehen diese Bilder der Aussicht von einem Felsen abseits des Oberen Jägerpfades als echte Raritäten durch.

Hinteres Zastlertal

Hinteres Zastlertal

Der markierte Pfad überquert etwas weiter unten einen Forstweg, der dort endet. Ein Zeichen der Zivilisation in den wilden, felsigen Hängen ‐ und die Erlösung für den abgekämpften Landschaftsfotografen, der sein Fahrrad durch das unwegsame Gelände bewegen musste. Von dieser Stelle aus erreicht man eine weitere Felsaussicht. Ja, der Standort des letzten Bildes ist tatsächlich so ausgesetzt, wie er aussieht.

Hinteres Zastlertal

Hinteres Zastlertal


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10.06.2021

Ziellos im Seebachtal

Im Idealfall hat man als Landschaftsfotograf seine Aufnahmen immer schon vorher geplant und kann sie dann genau so machen. Aber das ist, wie gesagt, der Idealfall. Es gibt auch den etwas normaleren Fall: Der Wecker klingelt, es hat Nebel, aber man hat keine Ahnung, was man damit jetzt genau anfangen soll. Dann überlegt man so lange, dass die Zeit knapp wird und nur noch die nähere Umgebung in Frage kommt. Also fährt man einfach los, ein bisschen bergauf, um zu sehen, wo der Nebel aufhört.

Heute hat es sich dann so ergeben, dass ich auf der Dornecker Höhe gelandet bin. Ein Lieblingsplatz aus alten Zeiten. Dort habe ich schon Bilder im Morgenlicht gemacht, bevor ich die erste Spiegelreflexkamera hatte. Und nach der ersten Rückkehr in den Schwarzwald 2010 war der Aussichtspunkt eins meiner ersten Ziele. Damals war die Sicht schon nicht mehr ganz so frei wie 2007, aber noch brauchbar. Damit ist es mittlerweile vorbei. Man erkennt den Titisee noch (wenn er nicht im Nebel liegt), aber die Bäume sind längst über den Horizont hinausgewachsen. Diese Erkenntnis versetzte mich in eine schwermütige Stimmung. Die Zeit fliegt dahin, alte Lieblingsplätze gehen verloren, und man wird währenddessen nicht jünger ...

Immerhin: Die Möglichkeit, in die Luft auszuweichen, wäre 2010 noch undenkbar gewesen.

Nebel über dem Titisee

Weiter unten nahe der Straße habe ich dann ein Motiv mitgenommen, das ich bisher noch nicht abgelichtet hatte. Ist auch nicht so einfach mit den ganzen Stromleitungen über dem Weiher, aber aus dieser Perspektive fallen sie nicht ganz so sehr auf.

Hirschleweiher

Dann begann sich der Nebel langsam aufzulösen, war aber unten im Seebachtal noch für angenehme Stimmungen gut.

Frühnebel im Seebachtal

Ein paar Schritte weiter auf der anderen Talseite bot sich mir schließlich diese schöne Klischee-Idylle einschließlich Kühe, die mir hinter dem Zaun ständig hinterherliefen, als wollten sie unbedingt mit aufs Bild. Also habe ich ihnen den Gefallen getan. Den Rückweg habe ich immer noch in einer melancholischen Stimmung angetreten, aber immerhin mit einer bunten Mischung von Bildern im Kasten.

Weide im Seebachtal


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06.06.2021

Knabenkrautwiese im Nebel

Vor etwa einer Woche habe ich mich mühsam mit dem Fahrrad zu einer vermeintlichen Knabenkrautwiese zwischen Breitnau und Thurner hinaufgekämpft und musste dann enttäuscht feststellen, dass an der Stelle, die jemand bei Komoot eingetragen hat, kein einziges Knabenkraut wächst. Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass die Wiese doch existiert, sie war nur ein paar hundert Meter fehlpositioniert. Also habe ich auf dem Rückweg von Schwarzenbachtal und Günterfelsen diese Gelegenheit auch noch genutzt. Wann kann man schon mal eine Knabenkrautwiese im Nebel ablichten?

Knabenkrautwiese im Nebel


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06.06.2021

Günterfelsen - Definitive Edition

Die Felsformation Günterfelsen bei Furtwangen ist ein beliebtes Ausflugsziel. Ich hatte es selbst schon mehrmals besucht und dabei immer gedacht: hier gute Fotos zu machen, das wird ganz schwierig. Aber heute lag es auf dem Rückweg vom Schwarzenbachtal quasi am Weg, also habe ich beschlossen, es doch mal zu versuchen.

Und ich musste feststellen: Es geht doch! Frisches Grün im Wald, dichter Nebel durch aufliegende Wolken und Nieselregen ‐ schon wird dieses Gebiet zum mystischen Fotoparadies. Das waren heute die besten Verhältnisse, die man sich für Bilder von diesem Ort wünschen kann.

Günterfelsen

Günterfelsen

Günterfelsen

Günterfelsen

Günterfelsen

Günterfelsen

Günterfelsen

Günterfelsen

Günterfelsen

Günterfelsen

Günterfelsen

Günterfelsen

Frühsommerwald bei den Günterfelsen


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06.06.2021

Schwarzenbachtal

Da die neuen Möglichkeiten der Vollformatkamera mein Interesse für die Orchideenfotografie erweckt haben, habe ich mir ein Buch über die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Freiburg zugelegt ‐ und kenne jetzt eine ganze Menge Standorte. In nächster Zeit möchte ich mir so viele wie möglich im realen Leben anschauen. Das Naturschutzgebiet Elzhof im Schwarzenbachtal bei Schönwald war auch als Knabenkrautstandort angegeben, allerdings habe ich dort vor ein paar Tagen keine dieser hübschen Blumen gefunden. Dafür allerdings einen schönen Bach, den ich an einem ausreichend trüben Tag erneut besuchen wollte. Heute haben die Verhältnisse gleich ganz gut gepasst.

Am Schwarzenbach

Am Schwarzenbach

Am Schwarzenbach

Am Schwarzenbach

Auf dem Rückweg noch mitgenommen: ein Weiher im Wald ...

Weiher im Wald im Schwarzenbachtal

... und ein Stück Moor.

Moorbereich im Naturschutzgebiet Elzhof


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04.06.2021

Wutachschlucht von oben

Es gibt Leute, die setzen sich über alle Einschränkungen für Drohnenflieger hinweg und tun einfach, was sie wollen. Diese Leute finde ich persönlich sehr viel nerviger als die Einschränkungen selbst. Denn diese gibt es nicht ohne Grund. Mir macht es sogar ziemlich viel Spaß, mit einer Drohnen-Landkarte und Google Earth herauszufinden, welche Perspektiven im legalen Rahmen möglich sind. Unbegrenzte Freiheit wäre langweilig, wo bliebe da die Herausforderung?

Die Wutachschlucht von oben abzulichten ist in dieser Hinsicht besonders anspruchsvoll. Neben Naturschutz- und FFH-Gebieten ist da auch noch die Sperrzone des Flugplatzes Reiselfingen im Weg. Aber es gibt einige wenige Stellen, wo eine Perspektive wie diese machbar ist ‐ hier in der Nähe von Boll.

Sonnenaufgang über der Wutachschlucht


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