Blog: Reisen


01.10.2021

Klausenpass und Klöntalblick (und meine erste Milchstraße)

Mindestens ein weiterer Alpenausflug war dieses Jahr ja noch offen. Diesmal wollte ich abends beim Klausenpass Bilder machen, genauer gesagt von der Chammlialp aus, wo man die Dreitausender Chammliberg und Gross Schärhorn direkt vor sich hat, denen eine Kaltfront am Vortag Neuschnee gebracht hatte. Eigentlich hätte ich gerne das Licht der untergehenden Sonne auf diesen frisch gezuckerten Bergen eingefangen. Leider war ich verkehrsbedingt zu spät dran. Kurz vor der Klausenpasshöhe hatte ich das Licht, dass ich eigentlich gerne am Ziel gehabt hätte. Dieses Bild ist bei einem kurzen Halt direkt an der Straße entstanden.

Blick vom Klausenpass auf Chammliberg, Gross Schärhorn, Griessstock

Zur Chammlialp ist es von der Passhöhe eigentlich kein schwerer Anstieg, eher ein Spaziergang, aber der war dann doch länger als gedacht. Die Sonne sank währenddessen immer tiefer, nur wenige Gipfel waren noch angestrahlt, und die Zeit lief davon.

Kärpf im Abendlicht

Schließlich hat es gerade noch gereicht, um in letzter Minute den allerletzten Rest Abendlicht am Chammliberg einzufangen.

Chammlialp, Blick auf Chammliberg und Gross Schärhorn

Die Suche nach guten Fotostandorten konnte ich erst danach angehen.

Chammlialp, Blick auf Chammliberg, Gross Schärhorn, Griessstock

In Google Earth hat jemand ein Foto eingestellt, dass dort in der Nähe einen See zeigt. Hinterher habe ich herausgefunden, dass das eins der vielen falsch platzierten Fotos ist. Es gibt dort keinen See. Aber eine kleine Pfütze auf einem Felsen habe ich gefunden, die doch noch eine Spiegelung ermöglichte - mittlerweile bei fortgeschrittener Dämmerung.

Chammlialp, Blick auf Chammliberg, Gross Schärhorn, Griessstock

Da mir das erhoffte Abendlicht entgangen war, fasste ich den Entschluss, stattdessen auf ein Foto mit Sternenhimmel zu spekulieren, und blieb an derselben Stelle, bis es dunkel genug war. Dann durfte die Kamera wieder ran - bei Offenblende und ISO 12800. Auf den Bildern stellte ich dann zu meiner Überraschung fest, dass darauf die Milchstraße zu erkennen war, die ich mit bloßem Auge zunächst überhaupt nicht wahrgenommen hatte. 15 Jahre Landschaftsfotografie, nie ein Milchstraßenbild gemacht - und jetzt durch Zufall gleich so eins. Da war der Ärger über das verpasste Abendlicht vergessen.

Milchstraße über dem Gross Schärhorn

Anschließend begab ich mich in völliger Dunkelheit zurück zum Parkplatz und fuhr über Muotathal zum Pragelpass, der mir vom letzten Alpenausflug vertraut war. Nach einer Übernachtung im Auto auf der Passhöhe ging es ein Stück auf der anderen Seite bergab Richtung Klöntal. Der Blick über den Klöntalersee, über dem gerade in der Lücke zwischen den Bergen die Sonne aufgeht, stand ganz oben auf meiner Alpenmotivliste. Für den ursprünglich geplanten Standort Saaspass war es allerdings schon zu spät im Jahr. Dann ergab meine Google-Earth-Recherche allerdings, dass ein Berg mit dem klangvollen Namen Brüschbüchel gerade genau an der richtigen Stelle war.

Dabei handelt es sich um eine verhältnismäßig kleine Erhebung, die von lauter höheren Bergen umgeben ist. Sah ziemlich harmlos aus. Aber man unterschätzt die Höhenunterschiede in den Alpen leicht. Es war immer noch ein Höhenunterschied wie zwischen Hinterzarten und Feldberg zu bewältigen, und das vor Sonnenaufgang ‐ definitiv kein Spaziergang. Dass mein derzeitiges Fitnesslevel für mehr als 500 Höhenmeter am Stück in übermüdetem Zustand mit schwerem Fotorucksack nicht ausgelegt ist, hat es nicht gerade leichter gemacht. Abgekämpft auf dem Gipfel angekommen musste ich feststellen, dass zum einen der See weitgehend abgelassen war und zum anderen Kondensstreifen den Himmel trübten. Gestern hatte ich mit der Milchstraße wohl schon das verfügbare Glück für zwei Tage aufgebraucht.

Ein kondensstreifenfreier Blick in die andere Richtung ...

Blick zum Krönten im Morgenlicht

... und dann halt doch noch ungefähr die geplante Perspektive.

Klöntalblick vom Brüschbüchel

Danach habe ich, rudimentär regeneriert, noch ein paar zusätzliche Höhenmeter unter die Füße genommen und den benachbarten Chruter (oder Krauter) besucht. Dessen Gipfelplateau besteht aus weglosem Karstgelände, mit dem ich zuletzt auf der Silberen unangenehme Erfahrungen gemacht hatte. Der Chruter ist im Vergleich allerdings eher harmlos. Und er versprach eine Fernsicht über den Wägitalersee ins Mittelland, das im Idealfall von einem Nebelmeer bedeckt sein sollte. War es leider nicht. Und das Licht ließ einfach kein vernünftiges Bild zu. Also habe ich die Aussicht anderweitig genutzt und endlich ein neues Profilbild für meine Facebookseite gemacht. Anschließend dann noch ein Blick über die Karstlandschaft in die andere Richtung.

Auf dem Chruter

Und beim Rückweg noch ein Schnappschuss eines kleinen Sees mit Aussicht.

Kleiner See mit Blick Richtung Pragelpass

Insgesamt schon ein relativ zufriedenstellender Alpenausflug. Aber ich komme irgendwie nicht ganz damit klar, dass die ungeplanten Bilder (das erste direkt an der Straße und das mit der Milchstraße) mir mit Abstand am besten gefallen. Wozu habe ich denn die Anstrengung am Morgen auf mich genommen, wenn mit so wenig Aufwand noch bessere Bilder möglich sind? Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen. Ich muss dieses Jahr noch mal in die Alpen!


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15.08.2021

Wochenende im Muotathal: Silberen und Seenalp

Seit dem Italienurlaub verfügt mein Auto über eine Schweizer Vignette, und der Schwabe in mir besteht darauf, dass diese auch genutzt wird. ‐ Gut, um ehrlich zu sein, hätte ich wahrscheinlich sowieso noch irgendwann eine für dieses Jahr gekauft, jetzt, wo die Alpen endlich wieder etwas näher sind. Es muss ja nicht immer gleich Graubünden sein, bis Muotathal z. B. sind es von hier aus nur zweieinhalb Stunden Fahrt.

Das ist eine Gegend, wo die Alpen von hier aus gesehen gerade so richtig losgehen. Während die ersten prominenten Gipfel wie Pilatus, Rigi und Mythen völlig überlaufen sind, muss man nur ein bis zwei Bergketten weiter fahren, um vom Massentourismus nichts mehr zu bemerken. Dieses Wochenende habe ich mich also in Richtung Muotathal aufgemacht, wo ich schon eine ganze Liste von vielversprechenden Fotomotiven zusammengestellt habe. Das wird also wahrscheinlich nicht der letzte Ausflug dieses Jahres dorthin gewesen sein.

Der Samstagabend führte mich an den Westhang der Silberen mit ihrer für die Schweiz einzigartigen Karstlandschaft. Das dunstige Wetter hat mich nicht gestört, sondern eher noch zur Tiefenwirkung beigetragen. Unangenehm war dagegen die für die Höhenlage ungewöhnlich ausgeprägte Schwüle. Aber beim Betrachten dieser Bilder ist die schon fast wieder vergessen.

Abendstimmung am Westhang der Silberen

Abendstimmung am Westhang der Silberen

Karstlandschaft am Hang der Silberen

Abendstimmung am Westhang der Silberen

Nach einer Parkplatz-Übernachtung machte ich mich am frühen Morgen auf zum Seenalper Seeli, in dem sich die imposante Bergkette mit dem Chaiserstock als Hauptgipfel spiegeln sollte, während sie von der Morgensonne angestrahlt wird. Die Morgensonne hat getan, was sie sollte, auf die erhoffte Windstille für die Spiegelung hoffte ich allerdings vergeblich. Nach der Bewältigung von 500 Höhenmetern vor Sonnenaufgang habe ich aber überhaupt nicht eingesehen, dass ich auf die geplanten Bilder verzichten sollte, und eine windgeschützte Stelle gefunden, wo sich mit einer Perspektive direkt über der Wasseroberfläche doch noch eine Spiegelung einfangen ließ.

Seenalper Seeli

Seenalper Seeli

Seenalper Seeli

Seenalper Seeli

Zum Abschluss noch zwei Impressionen vom Rückweg zum Parkplatz, der bei meiner Rückkehr schon gut gefüllt war ‐ und trotzdem noch angenehm ruhig im Vergleich zum Trubel im Schwarzwald, der mich wenig später empfangen sollte. Das nächste Alpen-Wochenende ist hoffentlich nicht mehr weit ...

Landschaft auf der Seenalp

Landschaft auf der Seenalp


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09.07.2021

Endlich wieder Alpen (und Venedig)

Es war natürlich nicht meine Idee, im Sommer nach Italien zu fahren. Eigentlich hätten wir das sowieso gerne schon im April getan, aber da war die dritte Covid-Welle gerade richtig in Fahrt. Jetzt ist gerade ein Zeitfenster mit niedrigen Inzidenzen, bevor die Delta-Variante womöglich bald wieder alles kaputt macht.

Habe ich schon mal erwähnt, dass meine Frau und ich ziemlich unterschiedliche Vorstellungen haben, wie ein Urlaub auszusehen hat? Städte vs. Berge, Herumreisen vs. sich an einem schönen Ort niederlassen ... Deshalb haben wir auch kein Problem damit, getrennt zu verreisen. Diesmal haben wir es aber doch mal wieder geschafft, einen gemeinsamen Urlaub auf die Beine zu stellen, auf den wir beide gerne zurückblicken.

Berglandschaft zwischen Bernina und Livigno

Mein persönliches Urlaubshighlight war gleich am ersten Morgen eingeplant. Übernachtung in Livigno und morgens Berglandschaftsbilder. Wolken und Nebel haben dafür gesorgt, dass die Stimmung sogar noch schöner war als erhofft.

Berninablick vom Val dal Bügliet

Berninablick vom Val dal Bügliet

Berninablick vom Val dal Bügliet

Berglandschaft über dem Valposchiavo

Morgennebel unter dem Monte Vago

Venedig

Die nächsten beiden Nächte waren in Venedig gebucht. Auf dem Weg dorthin wollten wir nicht mehr als nötig auf mautpflichtigen Autobahnen fahren. Ob es mit den Spritkosten für das Gekurve durch die Alpen über mehrere Pässe am Ende tatsächlich billiger war, ist schwer zu sagen. Aber schöner war es auf jeden Fall. Die Route, die auf der Straßenkarte am geeignetsten aussah, führte u. a. über den Passo Gavia. Nach Julier-, Bernina- und Livigno-Pass dachte ich, jetzt bin ich ja daran gewöhnt, also kein Problem, fahre ich da mal eben auch noch drüber. Was uns dann tatsächlich erwartete, darauf hatte uns die Straßenkarte nicht vorbereitet. Es ging auf einer schmalen Straße so richtig ins Hochgebirge bis auf 2.621m Höhe (womit dieser Pass die zehnthöchste asphaltierte Straße in den Alpen ist).

Und danach wurde es erst richtig spannend. Bergab in Richtung Ponte di Legno ist die Straße über weite Strecken einspurig und nicht durch Leitplanken gesichert ‐ mit atemberaubender Aussicht und definitiv nicht geeignet für Menschen mit Höhenangst. Eine hochalpine Erfahrung, ohne dafür das Auto verlassen zu müssen. Einerseits anstrengend, aber zugleich für mich als Bergliebhaber ein echtes Highlight, an das ich lange zurückdenken werde ‐ spätere Rückkehr nicht ausgeschlossen. Ein Erinnerungsfoto habe ich gemacht ‐ wer einen richtigen Eindruck von der Straße bekommen möchte, sollte "Passo Gavia" auf Youtube suchen.

Passo Gavia

Venedig empfing uns mit eher untypischem Sommerwetter. Auf dem Weg zur Unterkunft hatten wir leichten bis mäßigen Regen, und als wir die Tür hinter uns zugemacht hatten, brach wenig später ein Gewitter los, das über die Hälfte der üblichen 70mm Juli-Niederschlag innerhalb von etwa einer Stunde fallen ließ. Auch danach regnete es zunächst noch recht kräftig weiter. Eigentlich hatte ich nicht vorgehabt, an einem der extremsten Tourismus-Hotspots weltweit überhaupt Bilder zu machen, aber bei diesen besonderen Verhältnissen konnte ich dann doch nicht widerstehen. Ein Bild von diesem Motiv ohne Touristen, das bekommen die meisten Touristen nicht hin.

Venedig im Regen

Am nächsten Abend war die Aussicht vom Campanile di San Marco eingeplant, um die Stadt von oben zu bewundern. Gut, der eigentliche Grund war für mich ein spezielles Foto-Vorhaben, aber ob dieses wirklich gelungen ist, kann ich noch nicht sicher sagen, also verspreche ich besser noch nicht zu viel. Was aber zumindest herzeigbar ist, ist dieser Ausschnitt der Aussicht, auf herkömmliche Weise fotografiert. Zu sehen ist die Insel San Giorgio Maggiore.

Blick auf San Giorgio Maggiore

Gardasee

Eigentlich sollte uns der Weg danach noch weiter nach Süden führen, aber nachdem ich nach einem Tag und zwei Nächten Dauerschwitzen an meiner Belastungsgrenze angekommen war und uns die Vorhersage für unser geplantes nächstes Ziel 38°C androhen wollte, haben wir uns kurzfristig umentschieden. Es ging für zwei Nächte zum Gardasee, aber nicht direkt an den See, sondern ein paar hundert Meter darüber, wo die Temperaturen etwas erträglicher waren. In der Gegend sind wir noch einmal beide auf unsere Kosten gekommen, da sowohl die historische Stadt Verona als auch die Berghänge des Monte Baldo in der Nähe waren. Von beidem habe ich keine vorzeigbaren Fotos, aber dafür ein bisschen Abendlicht unten am See ...

Gardasee bei Sirmione

... und derselbe See von oben in der Dämmerung, aufgenommen direkt auf dem Hotelbalkon.

Gardaseeblick von San Zeno aus

Dann stand der Heimweg an, und das alte Auto hat tatsächlich auch die zweite Alpenüberquerung unbeschadet überstanden. Bevor eine Starkregenwetterlage am Abend und in der Nacht weite Teile der Schweiz und Süddeutschlands heimsuchte, konnte ich am Flüelapass noch diese Stimmung unter einer Wolkenlücke einfangen.

Landschaft am Flüelapass

Und nun hat das Auto eine Schweizer Autobahnvignette, die noch genutzt werden will. Hoffentlich reicht es noch für ein oder zwei Bergwochenenden dieses Jahr ...


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15.06.2020

Urlaub im Erzgebirge

Vor ein paar Monaten hätten wir noch nicht gedacht, dass wir ins Erzgebirge in den Urlaub fahren würden. Das Jahr 2020 hat uns wie so manche andere Leute zum Neuordnen unserer Urlaubspläne ermutigt. Der Tourismus innerhalb Deutschlands dürfte davon profitieren. Ob das auch für die Regionen gilt, die sonst weniger touristisch ausgerichtet sind, kann ich schwer einschätzen. Irgendein Politiker (ich glaube zumindest, das es ein Politiker war) soll ungefähr gesagt haben: "Die Leute fahren jetzt doch nicht nach Freiberg, um dort Urlaub zu machen". - Klar, viele Leute werden es nicht sein, die das machen. Aber wir wären auch nach Freiberg gefahren, wenn es dort eine gemütliche und preisgünstige Unterkunft mit Aussicht gegeben hätte. Nach einer gründlichen Suche in mehreren deutschen Mittelgebirgen fiel unsere Wahl dann auf ein Blockhaus bei Lengefeld im mittleren Erzgebirge.

Vorgesehen war ein fünftägiger Erholungsurlaub. Chillen, Spazieren und den einen oder anderen Ausflug machen, z. B. nach Altenberg, um zu schauen, ob dort alles noch so aussieht wie vor zehn Jahren. Und wie das so ist mit Fotografieren im Urlaub: Wenn ich vorhabe, viele schöne Fotos zu machen, dann mache ich nur ein paar wenige, wenn überhaupt. Wenn ich ausnahmsweise nur chillen will und keinerlei fotografische Ambitionen habe, dann läuft es gerade umgekehrt ...

Nach mehreren Regentagen vor unserer Ankunft deutete es sich an, dass es am ersten Urlaubsmorgen Nebel geben könnte. Wecker stellen oder nicht? Ich habe ein bisschen mit mir gerungen und dann beschlossen: Das ist ein Erholungsurlaub, ich schlafe aus. Daraufhin begab es sich, dass ich aus unerfindlichen Gründen um kurz nach vier aufwachte, aus dem Fenster schaute, sofort meinen Fotorucksack nahm, losfuhr, falsch abbog, schließlich im Industriegebiet von Marienberg landete, von dort aus einen Hügel mit Funkmast erblickte, diesen ansteuerte und zwischen Industriegebiet und Bundesstraße diese Aufnahmen machte.

Morgenstimmung bei Marienberg

Morgenstimmung bei Marienberg

Marienberg, Kirche im Frühnebel

Morgenstimmung bei Marienberg

Morgenstimmung bei Marienberg

Da auch Marienberg von Straßensperrungen betroffen war (da fühlt man sich ja wie zu Hause), konnte ich auf dem Rückweg nicht die vorgesehene Route nehmen und landete dadurch auf einer Nebenstraße mit dieser Aussicht auf die frühsommerliche Inversion - auch bei etwas härterem Licht eine Weile nach Sonnenaufgang noch sehenswert. Kein Autofahrer, der dort vorbeikam, konnte einfach weiterfahren. Es haben alle angehalten und Fotos gemacht. Ausnahmslos.

Blick zum Pöhlberg

Blick auf Mildenau und den Pöhlberg

Morgendliche Inversion im Frühsommer

Morgendliche Inversion im Frühsommer

Nach der Rückfahrt bot sich dieser Ausblick von der Ferienhausterrasse:

Morgennebel über Lengefeld

Und damit war mein fotografischer Ehrgeiz doch wieder geweckt. Diesmal habe ich tatsächlich den Wecker für den folgenden Morgen gestellt. Eine gute Entscheidung. Eine Inversionslage wie am Vortag gab es nicht, dafür schönen Talnebel bei Pockau.

Sonnenaufgang über dem Flöhatal

Morgenstimmung über dem Flöhatal

Sonnenaufgang über dem Flöhatal

Morgenstimmung bei Pockau

Für den nächsten Tag war viel Wetteraktivität angekündigt: reichlich Regen und Gewitter. Die Vorhersage lag nicht ganz falsch: etwa 20mm Niederschlag gab es an diesem Sonntag. Mir ist das ja deutlich lieber als Hitze ... Und das Potential für einen spektakulären Sonnenaufgang, bevor die Konvektion loslegte, war auch vorhanden - wurde aber diesmal nicht ausgeschöpft. Man kann nicht immer Glück haben. War trotzdem ganz nett.

Blick von der Annahöhe bei Sorgau

Was die reichlichen Niederschläge für den folgenden Morgen bedeuteten, war natürlich klar: Nebel! Also wurde der Wecker erneut gestellt. Und der frühmorgendliche Blick aus dem Fenster bestätigte meine Hoffnungen. Allerdings war es diesmal nicht so einfach wie am ersten Morgen. Es war keine Inversion mit fester Obergrenze. Der Nebel hatte sich überall über die Hügel gelegt, es gab keine Möglichkeit, in der näheren Umgebung darüber zu kommen. Bei Ansprung hatte ich klaren Himmel über mir und dachte, es könnte was werden mit den Nebelstimmungen.

Morgennebel bei Ansprung

Doch der Nebel setzte sich bis zum Sonnenaufgang auch dort durch. Bis dahin ein eher enttäschender Verlauf des morgendlichen Ausflugs ...

Aufziehender Nebel

Doch ich wollte mich noch nicht ganz geschlagen geben und fuhr in Richtung Rübenau, um noch etwas höher zu kommen. Das Problem ist: man kommt auf dieser Straße zwar auf gut 800m Höhe, aber hat nur Wald um sich herum, keine Aussicht. Obwohl - ist das wirklich ein Problem? Am Ende erwies es sich als Glücksfall. Das letzte Bild aus dem Urlaub ist das, das mir am besten gefällt.

Frühnebel und Morgenlicht im Wald

Und sonst so?

In Altenberg und Zinnwald sieht immer noch alles fast genauso aus wie damals vor zehn Jahren. Und nachdem ich einmal die Strecke Altenberg - Rehefeld- Moldava - Nové Město mit dem Auto abgefahren bin, die ich damals wie selbstverständlich im tiefsten Winter mit dem Fahrrad bewältigt hatte, bin ich echt beeindruckt, was ich früher alles auf mich genommen habe, um ohne Auto an meine Bilder zu kommen. Unglaublich, wie faul man wird, sobald man es sich leisten kann ...


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18.10.2018

Alpine Abendstimmung auf dem Widderstein

Ein Ausflug in die Allgäuer Alpen, eigentlich nicht zum Fotografieren. Ich wollte nur Berge sehen, weil Berge für mich das beste Mittel sind, mit einer weitgehend unerträglichen Gesamtsituation klarzukommen. Als letzter Gipfelbezwinger des Tages auf dem Großen Widderstein konnte ich mir Zeit nehmen, um ausgiebig die Aussicht zu genießen.

Blick vom Großen Widderstein über Warth

Blick vom Großen Widderstein nach Südwesten

Blick vom Großen Widderstein nach Süden

Blick vom Großen Widderstein nach Süden

Blick vom Großen Widderstein über das Kleinwalsertal

Großer Widderstein, Gipfel

Es gab sogar etwas Schnee zu sehen, womit ich angesichts der anhaltenden Trockenheit und Wärme nicht gerechnet hätte.

Großer Widderstein, Gipfel

Auf dem Rückweg nach unten: Abstecher auf den südwestlichen Nebengipfel, wo sich eine vielversprechende Abendstimmung andeutete.

Großer Widderstein, Aussicht vom südwestlichen Nebengipfel

Großer Widderstein, Aussicht vom südwestlichen Nebengipfel

Großer Widderstein, Aussicht vom südwestlichen Nebengipfel

Der Normalweg verläuft durch eine steile Rinne mit eingeschränkter Aussicht. Dort sah ich die gegenüberliegende Felswand auf einmal tiefrot leuchten. Gerade noch rechtzeitig erreichte ich einen Felsvorsprung, der ein bisschen Aussicht ermöglichte.

Sonnenuntergang am Großen Widderstein

Und dann begann der Himmel zu glühen. Ich hatte noch etwa 600 Höhenmeter im Abstieg zum Hochtannbergpass vor mir und keine Lampe dabei, aber das war mir in diesem Moment so egal wie die erwähnte Gesamtsituation. So sehen die Momente aus, für die es sich zu leben lohnt.

Abendrot unter dem Großen Widderstein

Abendrot unter dem Großen Widderstein

Abendrot unter dem Großen Widderstein

Abendrot unter dem Großen Widderstein


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06.07.2018

Fotourlaub im Riedingtal

Seit Jahren angestrebt, jetzt endlich umgesetzt: Ein gemeinsamer Fotourlaub in den Alpen mit Felix und Stefan. Seit vielen Jahren Stammbesetzung des Chats bei natur-portrait.de und später dann alfoco.de, kreisen unsere Themen meist um das aktuelle Wetter zum einen und Foto-Traumziele (die überwiegend in den Alpen liegen) zum anderen. Aber einen gemeinsamen Urlaub zu organisieren ist nicht ganz einfach, wenn sich die Wohnorte auf Marburg, die Ulmer Alb und den Wienerwald verteilen.

Schließlich standen Ziel und Termin fest: Die Königalm im Riedingtal im Lungau im südlichen Salzburg Anfang Juli. Das vorhergesagte Wetter war wechselhaft und schwülwarm, wobei letzteres auf über 1600m Höhe gut auszuhalten war. Bei so einer Wetterlage sind allerdings aktuelle Wetterprognosen sehr wichtig für die Planung von Fotoaausflügen. Und im oberen Teil des Tales, wo die Königalm liegt, hat man bisher keinen Mobilfunkempfang und dadurch natürlich keinen Internetzugang. Weiter unten am Schlierersee ließ sich eine instabile Verbindung herstellen, gerade gut genug, um die Wettermodelle abzurufen. Was für uns bedeutete, dass wir mindestens einmal am Tag "zum Surfen an den See" fahren mussten.

Am ersten Tag erkundeten wir das Tal oberhalb unserer Unterkunft und bekamen abends sogar noch eine ganz nette Stimmung zu sehen.

Im hinteren Riedingtal

Für den nächsten Tag war ein klarer Morgen angekündigt. Den wollten wir am See zum Fotografieren nutzen. Dort erwartete uns allerdings tiefe Bewölkung ohne Lücken, die alle Gipfel in der Umgebung verschluckt hatte. Eine recht frustrierende Angelegenheit. Aber da wir schon am See waren, wo man surfen konnte, schauten wir uns die Webcams in der Umgebung an: Oberhalb 2000m war es tatsächlich klar. Mit Nebelmeer.

Während Felix und Stefan generell gerne Wälder im Nebel fotografieren, mag ich Nebel bekanntlich vor allem von oben. So zogen wir nach der Rückfahrt zur Königalm direkt wieder los, bergauf in die Nebeldecke. Dabei ließen die beiden es verhältnismäßig gemütlich angehen, während ich mich in größter Eile den Berg hinaufquälte, um über die Inversionsschicht zu gelangen. Was mir dann tatsächlich gelungen ist. Aber so ein spontaner, hektischer Aufstieg von über 500 Höhenmetern - so etwas Anstrengendes mache ich nur im Urlaub. Chillen und Nichtstun kann man schließlich auch daheim, wo es keine Berge gibt.

Nebel über dem Riedingtal

Nebel über dem Riedingtal

Nebel über dem Riedingtal

Nebel über dem Riedingtal

Nebel über dem Riedingtal

Nebel über dem Riedingtal

Nebel über dem Riedingtal

Nebel über dem Riedingtal

Nebel über dem Riedingtal

Nebelbogen

Der folgende Tag brachte erstmals eins der angekündigten Gewitter. Kein guter Tag für große Wanderungen, aber für Bergwetterstimmungen. Auch wenn es nur zu einem Bild gereicht hat.

Bei der Zauneralm im Riedingtal

Am nächsten Morgen ging es wieder an den See. Die Wolken schienen mir einiges an Morgenrot-Potential zu haben, so dass ich mir einen Standort mit entsprechender Blickrichtung suchte. Das war offensichtlich eine gute Entscheidung.

Dämmerung am Schlierersee

Morgenrot am Schlierersee

Als das Farbspektakel sich dem Ende näherte, nahm ich die Riedingspitze ins Visier, diesen markanten Gipfel mit dem klassischen "Wächter des Tales"-Charakter, den ich unbedingt noch besteigen wollte. Leider hatte ich für diese Bilder dann kein besonders interessantes Licht mehr.

Blick zur Riedingspitze vom Schlierersee

Blick zur Riedingspitze vom Schlierersee

Nachmittags zogen erneut Gewitter auf. Als sich das Wetter abends beruhigte, stieg ich in der Hoffnung auf abendliches Aufklaren auf der Nordseite des Tales bergauf. Da gibt es ein paar Felsvorsprünge, die als Aussichtspunkte sehr vielversprechend aussahen. Viel Zeit hatte ich nicht, deshalb versuchte ich es auf direktem Weg. Von unten sah das ganz gut machbar aus. Nun ja. Ich habe wohl eine Neigung dazu, scheinbar einfache Routen abseits der Wanderwege zu suchen und mich darin so lange zu verrennen, bis es richtig unangenehm wird - davon zeugt u. a. mein durchgeknallter Direktaufstieg zum Kybfelsen bei Freiburg. Während man im Schwarzwald meistens trotzdem irgendwann wieder auf einen Weg stößt, kommt man in den Alpen eher an einen Punkt, wo Umkehren nötig ist, bevor man irgendwo landet, wo es weder vor noch zurück geht. Vernünftig genug, in so einem Fall rechtzeitig umzukehren, bin ich ja immerhin. Aber meine erhofften Bilder habe ich nicht bekommen. Es reichte nur für Teleaufnahmen, die ich genauso gut von Tal aus hätte machen können ...

Blick zum Mosermandl

Das alles wäre nicht so schlimm gewesen, wäre nicht der nächste Tag der letzte unseres Urlaubs gewesen und damit die letzte Gelegenheit, die Riedingspitze zu besteigen. Das hohe, nasse Steilgras hatte meine Schuhe durchnässt. Bis nachts um halb drei - meiner Startzeit für die Gipfelbesteigung - waren die unmöglich trocken zu bekommen. Letztendlich war das aber fast egal, weil ich auf dem Weg auf den Berg ebenfalls nasses Gras zu durchqueren hatte.

Einen ausführlichen Bericht über die Besteigung der Riedingspitze mit zusätzlichen Bildern habe ich bei hikr veröffentlicht. Deshalb beschränke ich mich hier auf die Bilder vom Gipfel bei Sonnenaufgang.

Blick von der Riedingspitze nach Süden

Sonnenaufgang auf der Riedingspitze

Blick von der Riedingspitze nach Süden

Sonnenaufgang auf der Riedingspitze

Sonnenaufgang auf der Riedingspitze

Blick über das Riedingtal von der Riedingspitze

Sonnenaufgang auf der Riedingspitze

Sonnenaufgang auf der Riedingspitze

Manche Menschen fotografieren ja gerne sich selbst auf Berggipfeln, um zu zeigen, dass sie da waren. Ich weiß auch nicht warum. Alles andere ist in so einem Moment als Fotomotiv doch interessanter als irgendein Mensch vor dem Gipfelkreuz. Trotzdem gibt es ein Bild von mir auf dem Berg, aufgenommen von Felix beim Schlierersee. Ich bin ein wenige Pixel hoher schwarzer Strich auf dem Gipfel.



Wer weiß: Wenn im Herbst tatsächlich das Mobilfunknetz ausgebaut wird bis ins hintere Riedingtal, dann waren wir möglicherweise nicht zum letzten Mal dort ...


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16.02.2018

Reise-Nachtrag: Isergebirge, September 2017

Nach dem Familienurlaub in Dänemark 2014 kam die Familie dieses Jahr wieder zu einer gemeinsamen Urlaubsreise zusammen. Diesmal mit dem Ziel Nordböhmen - was ganz nach meinem Geschmack war. In meiner Zeit im Erzgebirge hatte ich eine lange Liste von Motiven in dieser Region zusammengestellt und war nie dazu gekommen, wenigstens eins davon abzulichten. Bedřichov im Isergebirge erschien als guter Ausgangspunkt, um daran endlich etwas zu ändern.

Dazu sollte es allerdings nicht kommen: Nachdem mein größter geplanter Fotoausflug recht frustrierend endete, beschloss ich, es entspannter anzugehen, einfach den Urlaub zu genießen und keine großen Ansprüche mehr an meine Fotos zu stellen.

Diese Bilder vom Ještěd bei Liberec waren schon vorher entstanden. Dieser Berg bringt es nur auf 1012m Höhe, ist durch seine Alleinlage aber einer der prominentesten Gipfel in Tschechien mit entsprechender Aussicht. Man kann sogar mit dem Auto bis ganz oben fahren, aber dort gibt es nur wenige Stellplätze, und diese haben ihren Preis: 200 Kronen, das sind etwa 8 Euro, selbst wenn man nur ein paar Minuten dort parken will. Angebot und Nachfrage ... Man könnte auch das Auto ein paar hundert Meter tiefer abstellen, zum Gipfel wandern und danach für das gesparte Geld richtig gut essen gehen. Wir entschieden uns für eine Zwischenlösung: einen Parkplatz etwa 100 Höhenmeter unter dem Gipfel zum halben Preis.

Aussicht vom Ještěd

Aussicht vom Ještěd

Die Basaltformation Panská skála bei Kamenický Šenov stand damals auf meiner Liste ziemlich weit oben. Jetzt habe ich endlich Aufnahmen davon gemacht, wenn auch nur im Mittags-Gegenlicht. (Nebenbei bemerkt: In Tschechien zahlt man für fast alles weniger als in Deutschland, aber fürs Parken wird man gerne abkassiert ...)

Panská skála

Der folgende Morgen war die erwähnte frustrierende Erfahrung. Ganz früh aufgestanden, um ins Riesengebirge zu fahren. Mein Ziel war der Pančavský vodopád gewesen, ein Wasserfall nahe der Elbquelle an einem nach Osten exponierten Steilhang, perfekt für Bilder bei Sonnenaufgang. Gesperrte Straßen und Umleitungsstrecken, auf denen man nur sehr langsam vorankam, nahmen aber so viel Zeit in Anspruch, dass es unmöglich wurde, mein Ziel rechtzeitig zu erreichen. Also versuchte ich spontan ein anderes Motiv auf meiner Liste anzufahren und landete auf dem (ebenfalls rund um die Uhr kostenpflichtigen) Parkplatz bei Jizerka. Die weiterführende Straße in das Bergdorf ist nur für Anlieger freigegeben. Angesichts unerwartet niedriger Temperaturen (etwa 3°C) schien es mir keine gute Idee, ohne Handschuhe mit dem Rad loszuziehen. Also weiter zum nächsten möglichen Ziel, der Talsperre Josefův Důl: Die war, wie befürchtet, nur sehr eingeschränkt für Fußgänger zugänglich, weil sie genauso strikten Trinkwasserschutz-Auflagen unterliegt wie die Talsperre Fláje im Osterzgebirge. Also noch einmal weiter bis zum Parkplatz Smědava, Ausganspunkt für Ausflüge zu einigen der schönsten Aussichtspunkte im Isergebirge (und selbstverständlich kostenpflichtig). Ich hätte gerne die Felsformation Frýdlantské cimbuří erreicht, landete dann mit dem Rad auf unbefahrbaren Wegen durch ein Hochmoor, fand den Weg zu den Felsen nicht (obwohl ich, wie später festgestellt, schon fast da gewesen war), aber es hätte sich auch nicht wirklich gelohnt bei dem dunstigen Wetter. Schließlich nahm ich einen anderen (befahrbaren) Weg zurück zum Parkplatz und legte einen Zwischenhalt ein an einem weiteren Hochmoor. Dieses trägt den Namen Na Čihadle, was für mich etwa so klang wie ein heiliger Kleinkrieg schwäbischer Islamisten, sich aber als einigermaßen fotogen erwies. Eine knappe Stunde nach Sonnenaufgang erschien die Sonne dann endlich auch über der Wolkenwand im Osten (bei ansonsten wolkenlosen Himmel - dieser Morgen war ein Musterbeispiel für Murphy's Law).

So sah also der Ersatz für den Wasserfall im Riesengebirge aus:

Hochmoor Na Čihadle

Danach gab ich, wie gesagt, alle Foto-Ambitionen auf und ging den Urlaub entspannter an. Am nächsten Tag stand ein Ausflug nach Prag an, an dessen Ende ich doch noch einmal die Kamera zücken musste. Wer hätte gedacht, dass man am Rand eines Industriegebietes in einem Vorort von Prag solche Aufnahmen machen kann ...

Abendrot am Stadtrand von Prag

Zwei Tage später - am letzten vollständigen Urlaubstag - dann ein Ausflug ins böhmische Elbstandsteingebirge zum Wandern in der Felsenlandschaft von Jetřichovice. Dort liegen einige Aussichtspunkte, die ich ebenfalls damals auf meine Liste gesetzt hatte. Das Licht war äußerst ungünstig, aber eine dokumentarische Aufnahme von der Aussicht Mariina skála möchte ich trotzdem zeigen:

Aussicht Mariina skála bei Jetřichovice


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29.08.2015

Oberengadin 2015: Piz Güglia (Piz Julier), 3380 m

Die letzten heißen Tage des (insgesamt viel zu heißen) Sommers galt es für die alljährliche Engadin-Tour zu nutzen. Nachdem ich 2013 knapp unter 3000 Metern und 2014 ganz ohne Gipfelerfolg geblieben war, war das Ziel für dieses Jahr klar: Endlich ein Dreitausender!

Natürlich kann man sich nicht viel darauf einbilden, generell mal auf einem Dreitausender gestanden zu sein. Schließlich gibt es in dieser Kategorie auch ganz einfache Exemplare, die man mit einem Spaziergang von der Seilbahnstation (z. B. Munt Pers) oder sogar direkt mit der Seilbahn erreicht (z. B. Piz Nair - einen Tag später hätte es dort sogar eine Sonnenaufgangsfahrt gegeben). Für mich sollte es aber schon ein Berg sein, den man sich selbst erkämpfen muss und den nur wenige Bergwanderer schon bei Sonnenauf- oder -untergang erlebt haben. Dabei standen vor allem zwei in der engeren Auswahl:

  • Piz Güglia / Piz Julier (3380 m)
    Sehr exponiert, grandiose Aussicht, Übernachtungsmöglichkeit in einer Schutzhütte etwa 500 m unter dem Gipfel, kostenlose Parkmöglichkeit an der Julierpassstraße. Aufstiegsroute aber nicht besonders fotogen.
  • Piz Chalchagn (3154 m)
    Zeichnet sich vor allem durch den hervorragenden Blick über den Morteratschgletscher auf das Bernina-Massiv aus. An der Aufstiegsroute zwei kleine Seen, eventuell auch fototauglich und als Übernachtungsplätze geeignet. Ausgangspunkt: kostenpflichtiger Parkplatz Morteratsch.
Der Chalchagn muss nun noch ein oder zwei Jahre warten. Die Höhe des Piz Julier und die garantierte Schneefreiheit im Aufstieg nach dem sehr warmen Sommer waren zu verlockend. Allerdings trat ich dem Berg auch mit einigem Respekt entgegen. Bis zur Fuorcla Albana (Übernachtungsmöglichkeit auf 2870 m) sollte der Weg gut machbar sein. Dort beginnt dann allerdings der Gipfelaufstieg, Senda Enferrada genannt. Ein gut markierter und gesicherter Alpinwanderweg, aber oft sehr ausgesetzt und definitiv kein Spaziergang. Die Schwierigkeit wird mit T4+ angegeben - bisher hatte ich noch keine Wanderung gemacht, die T3 überstieg. Erschwerend kam hinzu, dass ich große Teile des Gratweges im Dunkeln bewältigen musste, um vor Sonnenaufgang den Gipfel zu erreichen. Ich rechnete damit, an meine Grenzen gehen zu müssen - und tatsächlich wurde die Tour zu einer Grenzerfahrung, allerdings anders als erwartet.

Die Schutzhütte Refügi Albana wurde in verschiedenen Besteigungsberichten als heruntergekommen beschrieben. Das gilt nicht mehr: im Juni 2015 wurde sie neu aufgebaut und ist jetzt in einem einwandfreien Zustand. Ein Dach über dem Kopf zu haben war in der zeitweise recht windigen Nacht durchaus angenehm. Drei Stunden vor Sonnenaufgang klingelte dann der Wecker. Erfahrene Alpinisten schaffen den Weg locker in der Hälfte der Zeit, aber ich wollte auf keinen Fall auf dem gefährlichen Weg ins Hetzen kommen.

Wie schwierig ist der Weg nun aber tatsächlich? Ich würde sagen: für geübte Mittelgebirgswanderer durchaus machbar. Man sollte aber auf jeden Fall seine Höhenangst zu Hause lassen und dafür absolute Trittsicherheit mitbringen. Vor allem im oberen Bereich des Weges hat man den Abgrund oft direkt unter sich - ein Fehltritt, und alles kann vorbei sein. Allerdings ist der Weg an diesen Stellen durchgehend mit Ketten gesichert, man kann sich also fast immer festhalten, so dass auch Alpin-Anfänger (wie ich) nicht überfordert sein dürften. Andererseits darf man den Weg auch technisch nicht unterschätzen: Im oberen Teil braucht man oft die Hände zum Vorwärtskommen und hat, wie schon erwähnt, dabei den Abgrund in unmittelbarer Nähe. Das Schlimmste an diesen Stellen war der Gedanke, da anschließend wieder runter zu müssen.

Die Kraxelstellen waren dann beim Abstieg aber das kleinste Problem. In die Hocke gehen, mit den Händen aufstützen und mit den Füßen den nächsten sicheren Tritt suchen, das ging überall ohne Schwierigkeiten. Viel unangenehmer waren die mit Sand und feinem Schutt bedeckten Wegabschnitte. Da muss man sich bei jedem Schritt voll konzentrieren, um nicht wegzurutschen. Von diesen Abschnitten gibt es mehrere: im unteren Teil der Senda Enferrada, direkt unter der Fuorcla Albana, kurz darauf nochmals im Bereich Munteratsch Sur, und der längste und unangenehmste Sandweg befindet sich unten nahe der Passstraße. Diese Wegabschnitte sind zwar alle nicht besonders ausgesetzt, aber wenn es blöd läuft, kann man ziemlich weit abrutschen. Da ist die Verletzungsgefahr höher als bei der Kletterei im festen Fels in Gipfelnähe.

Die Tour wurde aber aus einem anderen Grund zur erwähnten Grenzerfahrung: Beim Abstieg hatte ich auf der Fuorcla Albana den letzten Tropfen Wasser verbraucht und war bereits an diesem Punkt ziemlich durstig. Wasser gibt es am Weg oberhalb von 2500 m nicht. Der Abstieg mit schwerem Gepäck über zwei der beschriebenen Sandwege (und dazwischen eine Blockhalde, wo man ständig über große Steinbrocken steigen muss) war in der prallen Sonne die Hölle, und ich bekam ein Gefühl dafür, wie sich ein Wanderer in der Wüste fühlen muss - einschließlich Trugbilder: Auf gut 2600m hörte ich es in der Nähe des Weges plätschern. Die Erlösung! Dachte ich ... und stieg abseits des Weges am Hang entlang, um meine Flasche zu füllen. Doch der Bach kam nicht. Das Plätschern schien immer ganz nah, aber egal, wie weit ich mich durch das lockere Geröll kämpfte, es war kein Wasser zu sehen. Schließlich gab ich auf und stieg ab in Richtung Wanderweg, den ich mit letzter Kraft erreichte - auf etwa 2500 m an der Stelle, wo ihn (von oben gesehen) zum ersten Mal ein Bach kreuzt. Dort befindet sich ein Deckel, unter dem es deutlich hörbar plätscherte. Das Wasser wird weiter oben wohl kanalisiert und tritt erst hier wieder an die Oberfläche. Verdursten war also kein Thema mehr, aber die Kraftreserven waren aufgebraucht und noch ein paar hundert Höhenmeter abwärts zu bewältigen. Wie auch immer ich es noch zum Parkplatz geschafft habe: es war alles andere als angenehm.

Wer also vorhat, diese Tour ebenfalls zu machen, für den habe ich zwei Empfehlungen:

  • Genug zu trinken mitnehmen! Besser zu viel als zu wenig. Was ich beim Abstieg durchgemacht habe, wünsche ich keinem.
  • Im Fall einer Übernachtung im Refügi Albana (übrigens für maximal drei Personen geeignet) eine herkömmliche Isomatte mitnehmen, nicht die luftgefüllte Variante, die ich dabei hatte. Diese hat den winzigen, sehr spitzen Steinen zwischen den Sandkörnern nicht standgehalten. Ist zwar erst nach Mitternacht passiert, trotzdem ärgerlich.
Jetzt aber endlich zum Gipfel und zu den Bildern.

Wenn ich mit ein paar Tagen Abstand auf die Tour zurückschaue, sind die Strapazen schon wieder fast vergessen. Die grandiose Aussicht vom Gipfel dagegen bleibt in Erinnerung. Abgesehen vom Bernina-Massiv gibt es in der Umgebung nur vereinzelte Berge, die höher sind. Man schaut fast auf die ganze Bündner Bergwelt hinunter. Hunderte von Gipfeln, darunter viele Dreitausender, liegen einem zu Füßen. So auch der benachbarte Piz Nair mit seiner Seilbahn und dem Sonnenaufgangs-Spezialangebot. Der wirkt aus dieser Perspektive wie ein unscheinbares Hügelchen. Die Leute, die da für teures Geld mit der Seilbahn hochfahren, haben keine Ahnung, welche Aussicht sie verpassen.

Dazu kam noch ein besonderes Glück mit dem Wetter. In den Tälern war es dunstig, was mit der tiefstehenden Sonne für schöne Effekte sorgte. Der wenig fotogene Nobelort St. Moritz war vom Nebel verdeckt. In über 3000 m Höhe war die Sicht aber klar und reichte bis zu den Walliser Viertausendern.

Ich war nebenbei nicht einmal der Erste an diesem Tag auf dem Gipfel. Beim Aufstieg überholte mich ein Bergsteiger mit besserer Fitness und weniger Gepäck. Der war sogar von ganz unten (Julierpass) aufgestiegen. Aber er hatte ja auch nicht SLR-Kamera, Stativ und mehrere Objektive zu schleppen. ;-)

Die Bilder - zuerst zwei vom Abend, Übernachtungsplatz Fuorcla Albana:

Aussicht Fuorcla Albana in der Abenddämmerung

Schutzhütte Fuorcla Albana

Und nun der Gipfel am Morgen.

Morgendämmerung auf dem Piz Güglia (Piz Julier)



Monte Disgrazia, gesehen vom Piz Julier

Aussicht vom Piz Güglia (Piz Julier)

Aussicht vom Piz Güglia (Piz Julier)

Aussicht vom Piz Güglia (Piz Julier)

Piz Ela, gesehen vom Piz Julier

Aussicht vom Piz Güglia (Piz Julier)

Aussicht vom Piz Güglia (Piz Julier)

Aussicht vom Piz Güglia (Piz Julier)

Aussicht vom Piz Güglia (Piz Julier)

Aussicht vom Piz Güglia (Piz Julier)

Aussicht vom Piz Güglia (Piz Julier)

Aussicht vom Piz Güglia (Piz Julier)

Aussicht vom Piz Güglia (Piz Julier)

Aussicht vom Piz Güglia (Piz Julier)


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04.09.2014

Oberengadin 2014: Salacina, Morteratsch

Ziemlich genau ein Jahr nach der ersten Fahrt in meine Lieblingslandschaft ergab sich wieder die Gelegenheit: zwei freie Tage und den Vorhersagen nach nicht ganz unbrauchbares Wetter. Zwar nicht immer klarer Himmel, aber es sollte zumindest allen Wettermodellen zufolge trocken bleiben.

Mein Ziel war diesmal der Piz Salacina. Dieser 2599 m hohe Berg wird so selten bestiegen, dass man dazu keinerlei Informationen im Internet findet. Ob man den Gipfel ohne Kletterkenntnisse erreichen kann, wusste ich daher nicht. Um es vorwegzunehmen: ich bin jetzt immer noch nicht schlauer. ;-) Bis etwa 100 Meter unter dem höchsten Punkt gibt es einen Pfad, der Rest sah auf den topographischen Karten und in Google Earth auch machbar aus. (Update, über ein Jahr später: So einfach ist es wohl doch nicht, siehe unten am Ende dieses Beitrags.) Vom Gipfel hat man dann eine sehr schöne Sicht über das Oberengadin auf der einen und das Bergell auf der anderen Seite.

Der Plan war, abends vom Maloja über den Lägh da Cavloc (recht fotogener See) Richtung Piz Salacina aufzusteigen, knapp 300 Meter unter dem Gipfel zu übernachten und vor Sonnenaufgang den Rest des Aufstiegs in Angriff zu nehmen, um die beiden Täler im Morgenlicht ablichten zu können. Abends lief, abgesehen vom bewölkten Himmel bei der Ankunft am See, noch alles nach Plan.

Lägh da Cavloc

Lägh da Cavloc

Lägh da Cavloc

Beim Aufstieg rissen die Wolken immer mehr auf. Hätten sie sich das nicht eine Stunde früher überlegen können ...

Blick auf den Lägh da Cavloc

Blick auf den Lägh da Cavloc

Val Forno

Val Forno

Val Forno

Val Forno

Mein Schlafplatz trug laut Karte den Namen "Starlögia". Keine Ahnung, was das übersetzt heißt, aber so was wie "Logenplatz unter dem Sternenhimmel" wäre naheliegend. Es waren weiterhin kaum Wolken am Himmel, nach Sonnenuntergang brachte der Halbmond zunächst noch etwas Licht. Beste Bedingungen für Nachtlandschaftsbilder.

Piz da la Margna von Westen bei Nacht

Val Forno bei Nacht

Aus der Tour im letzten Jahr hatte ich gelernt. Nicht zu viele Höhenmeter am Stück mit dem schweren Gepäck. Früh genug aufsteigen, um den Schlafplatz vor Einbruch der Dämmerung zu erreichen. Dort angekommen, sofort das verschwitzte T-Shirt wechseln und die Jacke überziehen. Und ganz wichtig: eine Mütze dabei haben. So wurde mir trotz ähnlicher Temperaturen wie im Vorjahr nicht kalt. Nach der letzten Aufnahme legte ich mich zufrieden schlafen.

Bis mich nachts um kurz vor drei etwas weckte, worauf ich dann doch nicht vorbereitet war, weil es allen Vorhersagen nach so gut wie ausgeschlossen war:

Regen!

Der Schauer war schnell vorbei, aber der Himmel war wieder vollständig bedeckt, und es war nicht abzusehen, ob es wieder anfangen und mich womöglich noch richtig durchnässen würde. So entschied ich mich dafür, zusammenzupacken und ins Tal abzusteigen. An Schlaf war danach nicht mehr zu denken (zu kalt ohne Schlafsack, und der war nass), außerdem waren es nur noch gut zwei Stunden bis zum Sonnenaufgang. Ein alternatives Motiv für den Morgen musste her. Am besten eins, das auch bei suboptimalem Licht noch etwas hergibt.

Da stand der Lago Saoseo auf der anderen Seite des Berninapasses noch auf meiner Liste. Das war ein Stück zu fahren, aber ich hatte ja Zeit. Musste dann allerdings feststellen, dass die Zufahrtsstraße nur mit schriftlicher Sondergenehmigung befahren werden darf. Nun wurde die Zeit zum Sonnenaufgang doch allmählich knapp, und so tat ich, was ich eigentlich vermeiden wollte, und nahm mir ein bekanntes, unzählige Male abgelichtetes Motiv vor. Das Val Morteratsch war das einzige noch rechtzeitig erreichbare Ziel, das mir auf die Schnelle einfiel.

Und eigentlich war das auch gar nicht schlecht. Egal, wie viele Bilder man davon schon gesehen hat: Diese Szenerie mit eigenen Augen zu sehen ist doch ein besonderes Erlebnis. Nur das Licht wollte nicht mitmachen. Ein komplett mit mittelhohen Wolken bedeckter Himmel, das ist so ziemlich der Worst Case bei Sonnenaufgang. Immerhin rissen die Wolken danach wieder ein wenig auf, und es reichte noch für ein paar brauchbare Aufnahmen dieses berühmten Motivs.

Val Morteratsch, Blick zum Piz Bernina

Val Morteratsch, Blick zum Piz Bernina

Val Morteratsch, Blick zum Piz Bernina

Val Morteratsch, Blick zum Piz Bernina

Verglichen mit dem letzten Jahr war ich nicht hundertprozentig zufrieden mit der Bildausbeute. Aber mein Bedürfnis nach "echten" Berglandschaften war zumindest kurzfristig befriedigt. Und 2015 wird dann wieder alles besser ... :-)

Update:
Es war doch gut, so wie es war. Ein Jahr nach meinem Versuch hat endlich jemand den Piz Salacina bestiegen und eine Beschreibung des Aufstiegs veröffentlicht. Ich wollte auf dem Pfad zu P.2495 aufsteigen und den Gipfel von Norden in Angriff nehmen, dabei hätte mich "heikle Kletterei (II-III)" erwartet - das heißt, ich hätte den Gipfel auf meiner vorgesehenen Route sowieso nicht erreicht. Über den Südgrat ist der Berg dagegen auch ohne Klettererfahrung machbar. Also eventuell ein Projekt für eins der nächsten Jahre ...


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08.03.2014

Eine Woche an der dänischen Nordseeküste

In meiner Jugendzeit war ich dreimal in unserem flachen nördlichen Nachbarland im Urlaub. Elf Jahre lag der letzte Familienurlaub zurück, als die Familie sich in den Kopf setzte, noch einmal einen gemeinsamen Urlaub so wie damals zu verbringen. Früher war es für mich ganz normal, heute dagegen empfinde ich es schon als ein bisschen verrückt, einen ganzen Tag lang zu fahren, um dann an einem Ort zu landen, wo es weit und breit keine Berge gibt. Aber wie das so ist mit den geschenkten Gäulen ... :-)

Abgesehen davon, dass es eine sehr entspannende Woche war, hat sie sich aber auch in fotografischer Hinsicht gelohnt. Zu Hause hätte ich in dieser Zeit wahrscheinlich kein einziges Bild gemacht. März im Hochschwarzwald, das bedeutet kahle Bäume, braune Wiesen und hässlichen Altschnee. Das Meer dagegen sieht das ganze Jahr über gleich aus, das lässt sich immer fotografieren. Und dann gab es ja noch Dünen, sozusagen Schwarzwaldhügel im Miniaturformat.

Am Abend nach der Ankunft in Søndervig, meine ersten (digitalen) Meer-Bilder:

Nordseestrand in der Abenddämmerung

Nordseestrand in der Abenddämmerung

Nordseestrand in der Abenddämmerung

Nordseestrand in der Abenddämmerung

Nordseestrand in der Abenddämmerung

Noch etwas Meer ...

Nordseestrand bei Søndervig

Nordseestrand bei Søndervig

Nordseestrand bei Søndervig

Das Wetter in den ersten Tagen war ... praktisch nicht vorhanden. Die Landschaft hing unter einer Dunstglocke, die die Sonne nur um die Mittagszeit zu durchdringen vermochte. Dafür war auch zu dieser sonst nicht allzu fotogenen Uhrzeit das Licht recht weich.

Strandspaziergang zum Leuchtturm Lyngvig:

Nordseestrand bei Søndervig

Nordseestrand bei Søndervig


Diese Aufnahme ist mein Lieblingsbild aus diesem Urlaub, und ausgerechnet dieses Bild ist beim Festplattencrash unwiederbringlich verloren gegangen. Es existiert jetzt leider nur noch in der alten Blog-Auflösung mit einer Breite von 1000 Pixel.

Neblige Nordsee-Impression

Neblige Nordsee-Impression

Lyngvig Fyr

Lyngvig Fyr

Rückweg durch das dänische Küstengebirge mit seinen Hochebenen und Bergseen:

Dünenlandschaft auf Holmsland Klit

Dünenlandschaft auf Holmsland Klit

Dünenlandschaft auf Holmsland Klit

Dünenlandschaft auf Holmsland Klit

Der Dunst verdichtete sich am nächsten Tag zu Nebel. Nicht unbedingt die schlechtesten Bedingungen für den Spaziergang durch das nahe Städtchen Ringkøbing:

Straße in Ringkøbing

Straße in Ringkøbing

Hafen Ringkøbing

Straße in Ringkøbing

Straße in Ringkøbing

Der Nebel begann sich abends zu lichten. So wurden an diesem Tag noch die obligatorischen Sonnenuntergang-am-Meer-Kitschbilder möglich. In Richtung Festland lag dagegen noch der Nebel, und die Dünen stellten erneut ihre Gebirgsqualitäten unter Beweis: Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich in Dänemark die Gelegenheit bekommen würde, eine Inversionswetterlage fotografisch festzuhalten (zweites Bild).

Dünenlandschaft auf Holmsland Klit

Dünenlandschaft auf Holmsland Klit

Dünenlandschaft auf Holmsland Klit

Dünenlandschaft auf Holmsland Klit

Nordseeküste bei Søndervig

Nordseeküste bei Søndervig

Nordseeküste bei Søndervig

Sonnenuntergang an der Nordsee

Sonnenuntergang an der Nordsee

Sonnenuntergang an der Nordsee

Noch einmal Ringkøbing, die historische Kirche von innen.

Ringkøbing Kirke (Innenansicht)

Ringkøbing Kirke (Innenansicht)

Ringkøbing Kirke (Innenansicht)



Murphys Gesetz im Urlaub: Das beste Wetter hat man am Tag der Abreise. Abschied vom Leuchtturm ...

Lyngvig Fyr

Lyngvig Fyr

... und den Kuriositäten der dänischen Sprache. Hier darf man nicht mit dem Moped durchfahren.



Zwei Panoramen zum Abschluss:

Ringkøbing Kirke 360°







Lyngvig Fyr 360°





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