Blog


26.02.2021

Balzer Herrgott und Fallerhof

Der Balzer Herrgott, ein in eine alte Buche eingewachsenes Christusbild, ist Wallfahrtsort und Touristenattraktion. Was er allerdings eher nicht ist: ein Motiv für Landschaftsfotografen. Das geht eher in Richtung Portraitfotografie. Letzten Sonntag war ich bei einer Wanderung erstmals dort vorbeigekommen und hatte festgestellt, dass man in der Nähe immer wieder zwischen den Bäumen erahnen kann, was man hier ohne Bäume für einen beeindruckenden Blick über das Wildgutachtal hätte. Deshalb wollte ich hier eins dieser Bilder von einem simulierten Aussichtsturm aus machen. Aber die Drohne blieb dann doch am Boden. Das durch Saharastaub getrübte Licht gab einfach nicht genug her. Deshalb habe ich mich doch dem Christus gewidmet, der im diffusen Morgenlicht eine gute Figur machte, so dass man auch auf den Fotos erahnen kann, welche besondere Atmosphäre dieser Ort hat.

Balzer Herrgott

Balzer Herrgott

Wofür der Saharastaub ansonsten noch einigermaßen brauchbar ist: Bilder im Gegenlicht mit Hügeln, die im Dunst verschwinden. Dass der berühmte Fallerhof aus einer alten Fernsehserie irgendwo in der Nähe ist, war mir bewusst, aber dass ich ihn hier zufällig abgelichtet hatte, ist mir erst hinterher aufgefallen.

Unterfallengrundhof (


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


20.02.2021

Am schönen blauen Bodensee

Wir haben an diesem Wochenende einen Ausflug gemacht, um einfach mal raus zu kommen. Nicht wirklich um zu fotografieren. Was soll man auch fotografieren im nachmittäglichen Gegenlicht?

Aber die Kamera nehme ich natürlich trotzdem immer mit. Man kann ja nie wissen.

Blick auf Bodensee und Alpen

Leuchtturm Lindau


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


20.02.2021

Ein Morgen, zwei Kameras

Ein bisschen enttäuscht bin ich ja schon über das frühe (mutmaßliche) Ende des Winters. Aber wer braucht schon Schnee, wenn es Nebel gibt? ‐ Zugegeben, Schnee wäre mir lieber. Aber Nebel hat immerhin den Vorteil, dass er in schattigen Bereichen nicht wochenlang unansehnlich vor sich hin schmilzt.

Heute war ich also endlich wieder "richtig" zum Fotografieren unterwegs. Nicht wie in den letzten Tagen nur in versteckten, abgeschiedenen Waldlichtungen zum unbeobachteten Üben und Testen, sondern in Stadtnähe für ernst gemeinte Landschaftsbilder. Das war heute ein Morgen, der für Fotos sowohl vom Boden aus als auch aus der Luft geeignet war.

Sonnenaufgang über Rudenberg

Frühnebel über Neustadt

Morgenstimmung bei Rudenberg

Morgenstimmung bei Rudenberg


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


19.02.2021

Dreisamtal aus der Luft (2)

Vorfrühling, die Zeit der kahlen Wälder und matschbraunen Wiesen. Meine alljährliche Durststrecke als Landschaftsfotograf. Das folgende Bild hätte ich unter normalen Umständen nicht gemacht. Also wenn es einen Felsen oder Turm gäbe, von dem man diese Aussicht hätte. Die kahle Landschaft macht einfach nicht viel her. Aber um Erfahrungen mit Luftaufnahmen zu sammeln, zieht es mich trotzdem immer wieder nach draußen. Diesmal habe ich gewartet, bis die Sonne dabei war, hinter dem Horizont zu versinken. Und schon ist die Bildqualität deutlich besser. Aber ich werde trotzdem noch ein bisschen experimentieren müssen, um auch mit mehr Gegenlicht an brauchbare Aufnahmen zu kommen.

Wagensteigtal


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


16.02.2021

Dreisamtal aus der Luft

Jetzt gehöre ich auch zu diesen Nervensägen mit ihren surrenden Fluggeräten. Aber keine Sorge, ich werde den Blog nicht mit illegalen B31-im-Höllental-senkrecht-von-oben-Bildern fluten. Meine Motivation für diese Anschaffung war eine andere.

Der Schwarzwald hat eine charakteristische Eigenschaft, die Vor- und Nachteile hat: Es gibt da viele Bäume. Die Vorteile liegen auf der Hand: Schattige Wanderpfade, Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen, der Duft des Waldes ... Aber der Nachteil ist: Die Bäume versperren die Sicht. Es gibt so viele Kuppen im Schwarzwald, von denen man eine herrliche Aussicht hätte, wenn da keine Bäume wären. Oder ein Aussichtsturm. Mit der Drohne habe ich mir einen Wunsch erfüllt, der mich schon seit Jahren beschäftigte. Von nun an hat für mich jeder Schwarzwaldberg einen Aussichtsturm.

Gut, nicht wirklich jeder. Nur diejenigen, die nicht in einem Naturschutz-, FFH- oder Vogelschutzgebiet liegen. Damit bleibt in meiner Umgebung grob geschätzt die Hälfte übrig. Was ein ziemlich guter Wert ist, verglichen mit anderen Mittelgebirgen. Am Albtrauf z. B. muss man die wenigen Stellen, wo man überhaupt fliegen darf, mit der Lupe suchen.

Einen Nachteil konnte ich bei meinen ersten Tests schon feststellen: Gegenlichtaufnahmen sind eine echte Herausforderung. Und der Trick mit der Hand vor der Sonne funktioniert natürlich nicht, wenn sich die Kamera 50m höher befindet als der Fotograf. Was auch nicht geht, ist Heranzoomen. Das Objektiv ist eine Festbrennweite. Allerdings entspricht die ziemlich genau dem Bildausschnitt in Google Earth, was wiederum sehr praktisch ist für die Planung von Bildern. Da kann man sich das Foto schon vorher zurechtlegen und muss sich dann nur noch den Aufnahmestandort merken und hoffen, dass man vor Ort die Möglichkeit hat, senkrecht nach oben zu steigen, ohne an einem Baum hängenzubleiben.

Das hat heute schon ganz gut funktioniert. Aber wie gesagt: Gegenlicht, ganz schwierig. Das hier ist ein echtes Anfängerfoto. Aber die Perspektive mag ich trotzdem.

Blick über das Dreisamtal


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


12.02.2021

Weiler Kapelle

Ein weiteres Motiv von meiner Winter-Liste. Für dieses habe ich mehrere Anläufe gebraucht. Der letzte Versuch war daran gescheitert, dass es wegen zu viel Schnee keine Möglichkeit gab, irgendwo in der Nähe das Auto abzustellen. Heute ging es ‐ ohne Tiefschnee, aber dafür gerade noch rechtzeitig, bevor sich der Sonnenaufgang im weiteren Verlauf des Jahres zu weit nach Norden verschoben hätte.

Weiler Kapelle


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


11.02.2021

Eisiger Furtwänglebach

Vor einer Woche waren sich die Wetterprognosemodelle noch einig, dass der Winter im Südwesten bis auf weiteres vorbei ist. Jetzt ist er wieder voll da. Die Kaltluft aus der Nordhälfte Deutschlands ist bis zum Oberrhein vorgedrungen, es liegt Schnee bis ganz unten, und nun stehen einige richtig eisige Tage an. Mal schauen, wie viele Punkte von meiner Winter-Fotomotiv-Liste ich erledigen kann, bevor der Wind zu viel Schnee von den Bäumen geweht hat ...

Eins dieser Motive davon war der Furtwänglebach, ein Zufluss der Breg in der Nähe des Donauursprungs. Ganz so viel Kälte hätte ich gar nicht unbedingt gebraucht: Ein bisschen mehr Wasser statt Eis wäre mir lieber gewesen. Aber eine hübsche Winterstimmung war es trotzdem.

Winter am Furtwänglebach

Winter am Furtwänglebach


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


06.02.2021

Farben der Sahara

Ich ärgere mich ja des öfteren über Leute, die ihre Bilder mit billigen Effekten verunstalten und sich damit Likes erschummeln. In letzter Zeit sind es vor allem Bilder mit eingefügtem Fake-Himmel aus Luminar, der überflüssigsten Software seit der Erfindung von Instagram. Bevor diese sich verbreitet hat, hat man noch öfter die einfachere Variante gesehen: einen Farbverlauf, der über das Bild gelegt wurde, um z. B. einen Himmel rot einzufärben, der eigentlich grau war.

Mittlerweile habe ich so viele Bilder gesehen und selbst bearbeitet, dass grob geschätzt 99% dieser Fakes sofort erkenne. Aber wenn mir vor ein paar Tagen jemand die folgenden Bilder gezeigt hätte, dann hätte ich doch meine Zweifel gehabt. Wie viel ist daran noch echt? Ist das ein künstlicher Farbverlauf oder nur ein verrutschter Weißabgleich? Es sieht jedenfalls sehr unrealistisch aus. Was Saharastaub für surreale Stimmungen erzeugen kann, hätte ich zuvor kaum für möglich gehalten.

Inversion und Saharastaub über dem Dreisamtal

Inversion und Saharastaub über dem Dreisamtal


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


06.02.2021

Ravennaschlucht nach der Schneeschmelze

Ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte, aber ich war seit dem Umzug nach Hinterzarten im letzten September noch kein einziges Mal in der Ravennaschlucht gewesen. Mein letzter Besuch liegt mindestens sechseinhalb Jahre zurück. Als ich heute dort war, hat es sich angefühlt, als wäre es gestern gewesen.

Die regenreiche Tauwetterphase ist vorbei, aber die Ravenna führt immer noch ungewöhnlich viel Wasser:

Ravennaschlucht nach Schneeschmelze

Und dann noch ein Foto vom Hinweg. Keine Ahnung, wie lange dieses Haus schon leer steht ‐ und wie lange es überhaupt noch stehen wird. Solange es noch steht, muss es dokumentiert werden.

Lost Place im Höllental


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


06.02.2021

Dreisamfjord und Saharaluft

Eine außergewöhnliche Grenzwetterlage macht gerade Schlagzeilen. Irgendwo weit im Norden Deutschlands (von hier aus betrachtet) soll eine Luftmassengrenze mit extremen Temperaturgegensätzen für unwetterartige Schneefälle sorgen. Ich bin ein bisschen neidisch. Aber es ist mir immer noch lieber, wenn so ein Ereignis weit entfernt stattfindet, als wenn es hier ganz in der Nähe wäre und ich in der Eisregenzone sitzen würde, während die Landschaft 50km nördlich mit Schnee zugeschüttet wird.

Der Südwesten bekommt dagegen gerade einfach nur die volle Dröhnung Warmluft ab, direkt aus der Sahara ‐ einschließlich großer Mengen Saharastaub. Wenn ich jetzt gerade aus dem Fenster schaue, sehe ich einen bedeckten Himmel, der eine fast schon unheimliche Gelb-/Braun-Färbung aufweist. Die Landschaft sieht aus wie auf einem meiner Fotos von 2010, bevor ich diese fast alle neu bearbeitet habe, weil ich damals die Angewohnheit hatte, den Weißabgleich viel zu warm einzustellen und einem Großteil meiner Bilder einen kräftigen Gelb-Braun-Stich zu verpassen.

Heute Morgen war es noch nicht ganz so extrem, und am Himmel gab es noch Wolkenlücken, nachdem der Regen der letzten Warmfront in den Tälern genug Feuchtigkeit hinterlassen hatte, um endlich wieder ein Nebelmeer zu produzieren. Um dieses einzufangen, habe ich den Rosskopf bei Freiburg erstmals zu fotografischen Zwecken besucht.

Blick vom Rosskopf über das Dreisamtal

Blick vom Rosskopf über das Dreisamtal

Blick vom Rosskopf über das Dreisamtal

Blick vom Rosskopf über das Dreisamtal


Veröffentlicht in Allgemein | Noch keine Kommentare | Kommentieren


Neue Beiträge

Neue Kommentare

Archiv nach Monaten

Kategorien

Abonnieren

© 2021 Fotografie Michael Arndt
Impressum / Kontakt
FacebookTwitteralfoco